Diskussionsprotokoll Videospiele

Protokoll Halbklassendiskussion: »Videospiele«

Montag, 08. Dezember 2014, 13.30-14.15. Leitung: Roman Pfänder und Philip Ploner

Anwesend: alle.

Randbemerkung:  Vor dem Beginn der Diskussion erklärt WaP, dass die Blätter zum Thema versehentlich nicht verteilt worden sind, was bedeutet, dass die Klasse nicht vorbereitet ist. Trotzdem wird die Diskussion geführt.

Einstiegsrunde: »Ich spiele (/keine) Videospiele, weil…«

Alle begründen in einem Satz, warum sie Videospiele spielen und welche genau.
Die ganze Klasse spielt Videospiele.
Viel genannte Gründe sind Zeitvertreib und Entspannung. Doch auch als Gehirntraining werden Videospiele von einigen Schülern genutzt. Auffällig ist, dass einige sich rechtfertigen, nachdem sie zugegeben haben, dass sie in ihrer Freizeit gamen. Viele bezeugen auch speziell, dass sie nicht süchtig sind und diese Tätigkeit sie in keinster Weise behindert.

1 Diskussionsphase: Pro und Kontra-Argumente zu Videospielen

Die Diskussionsleiter Roman und Philip erklären, dass in der ersten Phase der Diskussion die negativen und positiven Aspekten von Videospielen gesammelt und diskutiert werden sollen. Gestartet wird mit den negativen Argumenten.

Als Hauptargumente gegen digitale Spiele werden hauptsächlich Zeitverschwendung, Suchtgefahr und die Verwechslung vom echten Leben mit dem irrealen genannt. Als Gegenargument der Suchtgefahr wird von Daniel aber bei bemerkt, dass auch andere Dinge eine Sucht auslösen können (z.B. Extremsporte, aber auch Tennis). Patrick bestätigt diesen Aspekt und fügt bei, dass besonders Adrenalin süchtig macht.
Daraufhin wird thematisiert, dass die Gesellschaft oftmals Videospiele und besonders Ballergames als Ursache von sozialer Abschottung und Amokläufen nennt. Priya bestätigt diese Aussage und erklärt, dass einige Leute die Wirklichkeit nicht mehr von den Spielen trennen können. Die Mehrheit einigt sich allerdings darauf, dass Videospiele auf jeden Fall nicht die einzige Ursache von solchen Gewaltakten sind, es sei ein Mitfaktor.

Daraufhin stoppen die Diskussionsleiter das Gespräch und fordern auf Positiven Aspekte des Gamens zu nennen.

Unter anderem werden die Argumente: Neue Berufe (Youtuber, Streamer), Förderung von koordinativen und mentalen Fähigkeiten (Konzentration, Entscheidungen treffen), Förderung von Teamfähigkeit, Englisch lernen,  genannt.

Anfangs ist die Diskussion mehr ein Aufzählen von positiven Argumenten. Erst später wird die Meinung gespalten. Es geht um den Aspekt, dass Videospiele die Kreativität fördert. Philip vergleicht Videospielen mit Legobauen und erzählt, dass das Gamen bei ihm einen Rückkopplungseffekt gehabt hatte, er hat die Hintergrundmusik auf dem Klavier nachzuspielen versucht. Darauf erwähnt Lara, dass sie glaubt, dass Videospiele materielle Dinge wie Lego nie ersetzen können. Sie seien wichtig für die Entwicklung des Kindes. Daraufhin wird diskutiert in wie fern Videospiele Kindern etwas lehren können.
Als Argument für digitale Lernspiele erwähnt WaP, dass Dank solchen Spielen sein Kind rechnen üben kann und Gleichungen aufzulösen lernt.
Daraufhin bestätigt Daniel WaPs Meinung, wendet aber ein, dass man die richtigen Spiele finden muss.

Damit ist die die 1. Diskussionsphase abgeschlossen. Die Leiter fordern die Klasse auf, neugelernte Aspekte zu Videospielen zusammenzufassen:

2 Diskussionsphase: Zusammenfassung und Gelerntes
In der zweiten Diskussionsphase wird von Ben genannt, dass die Ursachen von Amokläufen nicht in den Videospielen sondern in der Gesellschaft allgemein  liegt, die soziale Abschottung einzelner würde auch ohne Videospiele bestehen. Abschliessend wurde erwähnt, dass es besonders auf der Lernebene viele neue Spiele geben würde und sich so die Meinung über digitale Lernmethoden in einigen Jahren ändert. Ausserdem wird die Generation der „digital Natives“ bald erwachsen und somit wird sich das Bild von Videogames ändern, da ist sich die Klasse einig.

Zum Schluss zeigten die Leiter noch folgendes Video als Diskussionsabschluss:

Insgesamt war es eine interessante Diskussion mit grosser Beteiligung der Klasse.

Rose: Philip und Roman hatten die Diskussion gut im Griff und haben auch selbst mitdiskutiert.

Kaktus: Céline und Vicky hätten sich mehr melden können.

Verbesserung: Diskussionsleiter sollten sich anders platzieren, um den Überblick zu behalten. Ausserdem sollten die Leiter vermehrt probieren, alle gleich stark an der Diskussion teilhaben zu lassen. Wie bereits erwähnt: gezieltere Fragestellung.

Protokoll von:

XOXO und noname

1 Comment

  1. Das ist ein ausgezeichnetes Protokoll. Besonders gefällt mir, wie gut Sie zusammenfassend, was passiert ist, und wie kritisch Sie generell sind (auch in Bezug auf die Vorbereitung – da nehme ich die Schuld auf mich).
    Beim Kaktus und der Rose ist meine Idee nicht die, dass Sie alles, was in der Lektion läuft, werten müssen – sondern einfach jeweils einen Aspekt hervorheben, der Ihnen positiv und negativ aufgefallen ist.

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