I’m not the only one

Kurze Bemerkung am Rande: Die Nachricht des folgenden Bloggs gewinnt an Wirkung, wenn während des Lesens ein melancholisch angehauchtes Lied abgespielt wird. Meine persönliche Empfehlung ist „I’m not the only one“ von Sam Smith.

Wir, die Kantonsschüler, haben uns dazu beschlossen, weitere vier Jahre die Schule zu besuchen. Es spielt keine Rolle, ob man Mediziner, Polizist oder Künstler werden will. Unterschiedlich werden wir angespornt zu lernen, Arbeiten sauber zu erledigen und etwas zu erreichen – sei es durch das Anstreben eines Berufes, Druck der eigenen Familie, oder das Bedürfnis der Selbstverwirklichung. Wir haben einiges vor in unserem Leben. Dennoch stelle ich mir hiermit die Frage, wohin uns dies schlussendlich bringt. Als kleines Mädchen wollte ich Anwältin werden. Über die Jahre änderten sich meine Ziele von der Sängerin über ein Model bis hin zur Kassiererin. Doch bei keinem dieser Berufe wird mich jemand in Erinnerung behalten. In keinem Geschichtsbuch wird geschrieben stehen, dass ich 2018 die Kantonsschule Wettingen abgeschlossen habe.
Seit einiger Zeit lässt mich dieser Gedanke nicht mehr los. Steht hinter unserer Anwesenheit ein tiefgründiger Gedanke oder ist unser Leben eine planlose Anreihe verschiedenster Zufälle? Menschen werden geboren und Menschen sterben. Einst machten wir Menschen mit unserer Geburt glücklich, um daraufhin dieselben mit unserem Tod in Trauer zu versetzen.
Jeder findet seinen eigenen Weg, mit diesen Umständen umzugehen. Meiner fand ich mit dem Beschluss, mich weniger mit mir selbst auseinanderzusetzen und meine Kraft und Zeit der Umwelt zu widmen. Es ist nicht mein Ziel, glückliche Menschen zu verurteilen – ich verteidige stets den ersten Rang der „Leute-die-zu-viel-Lachen“ – Liste.
Doch ich schloss mit dem Gedanken ab, zwanghaft Grosses zu erreichen.
Stattdessen versuche ich während meines Daseins möglichst wenig Schaden anzurichten…

Bald feiere ich mein zweijähriges Jubiläum als Vegetarier.
Ich verzichte auf Plastiksäcke nach dem Einkaufen.
Ich benutze eine geringe Menge Shampoo.
Statt Spraydeos verwende ich aufzurollender Deodorant.
Müll landet bei mir immer im Abfalleimer dazu vorgesehenen Abfalleimer.

Denn so unscheinbar diese Tatsachen scheinen mögen, helfen sie der Natur.

Und mir.

 

– Mangomaster

3 Comments

  1. Dein einträg berührt. Zuerst die musik, dann die problematik und zuletzt deine persönliche lösung. Wirkungsvoll gegliedert. Nach „mangomaster“ war ich beinache schon enttäuscht, dass der eintrag zu ende ist. Finde ich super, dass es menschen wie dich gibt, die sich solche gedanken machen.
    -cashew

  2. Oh vielen Dank!
    Dein Kommentar hat mich ehrlich gefreut 🙂
    – Mangomaster

Schreibe einen Kommentar