Todesstrafe & Folter- Diskussion

Diskussion am 26.01.15, von 13:35-14:20h
Thema: Exekution und Folter
Leiter: Daniel O. und Nicolas
Teilnehmer: Alle ausser Roman und Vasiliki

 

Zunächst präsentiert Nicolas die Weltkarte, mit den Ländern gekennzeichnet, wo heute noch die Todesstrafe vollstreckt wird. Auch sind diejenigen markiert, wo diese Strafe nicht vollständig abgeschafft worden ist. Die Debatte fängt mit der Sammlung von Meinungen zur Exekution an. Vivienne behauptet, dass es ungerecht ist, jemanden umzubringen, weil ihm quasi beschuldigt wurde, jemanden anders umzubringen, man würde eigentlich genau dasselbe tun, um den Mörder auszulöschen, was zu keinem weiteren Schritt verhelfen würde. Patrick meint, dass Todesstrafe sinnvoll ist, weil diese für den Täter eine einzige Lösung ist, sich aus seiner „Schuld zu befreien“. Lebenslang im Gefängnis waltend würde er keine Möglichkeit auf ein normales Leben erhalten.
Ben vergleicht Täter ausserdem mit berüchtigen Serienkillern, die mehrere Taten begangen haben und meint, dass es unentbehrlich seie die Todesstrafe auf sie zu verüben. Zudem beklagt er, dass zuviel Geld in den USA für Gefängnisse der Mörder verbraucht wird und dies mit der Todesstrafe gut zu überwältigen ist.

Nun wird über „Todesstrafe aus religiösen Gründen“ diskutiert, d.h. eine Bestrafung dafür, ihre Religion verbreiten und durchsetzen zu wollen. Ben meint, dass dies das Gleiche aussagt wie Mord, es zwischen diesen beiden Aktionen keinen wesentlichen Unterschied gäbe. Lara bezeichnet diese Aktion als ungerecht, da eine Reiligion- und Meinungsfreiheit gewährleistet werden sollte und dies leider in gewissen Länder, vor allem arabischen Ländern nicht der Fall ist. Daraufhin bezieht Vivienne nun die ganze Thematik auf die ISIS. In diesem Fall findet sie die Todesstrafe gerecht, weil die ISIS bei der Durchsetzung ihrer Ziele unschuldige Opfer eifach umbringt und dies nicht friedlich regelt. Frau Gilg schloss sich derer Meinungen und ergänzte zudem noch, dass es zu einer Instabilität oder Schwäche des Systems führt, wenn ein Land bspw. die Regelung befolgt, jemanden umzubringen. Die Leiter berichteten, dass es Methoden wie die Folter geben würde, um zu bewirken, dass der Täter wirklich schuldig ist. Leider werden auch ziemlich viele unschuldige Opfer hingerichtet. Philip bezeichnet die Folter als unmenschlich, weil dies ebenfalls bei unschuldigen Menschen auftreten könnte und diese ihre Schuld ungern zugeben müssen oder einfach weitergefoltert werden, was einerseits die Würde des Menschen schädigen und anderseits keine Indiz freigeben würde. Céline schliesst sich seiner Meinung an und erwidert darauf, dass dies moralisch nicht korrekt seie, aber in Ausnahmefällen doch nachvollziehbar scheint.

Philip führt eine Frage ein, ob für Täter eine psychische Behandlung vorhanden wäre bzw. ob das etwas nutzen würde, um den Täter aufzuklären. Vivienne bezeichnet dies als einen möglichen Ansatz, dennoch zweifelt sie, wer dafür die Kosten tragen würde. Peter meint, dass Fehler bei jedem Menschen passieren können und wegen einem Fehler sollte man nicht eine Person für den Rest ihres Lebens verurteilen. Psychische Programme wären deshalb sinnvoller. Ben stimmt dagegen, weil Morde nicht einfach als Fehler bezeichnet werden kann, sondern als eine Sünde. Ein Mord auf mehrere Leute soll auch fair gerechtfertigt werden. Priya schliesst sich seiner Meinung an und behauptet, dass das Ziel eine wichtige Rolle spielt. Bspw., Der ISIS-Chef bringt mehrere Leute um, um ein radikales Ziel durchzuführen. Da soll er ohne Zögern umgebracht werden. Bei einer Beziehung zwischen zwei Leuten, wo die eine die andere ermordet hat, nur um eine Rache auszuüben, soll darauf abgestimmt werden.
Nun gibt jeder seine Haltung kurz und prägnant ab, ob sie mit der Durchführung der Todesstrafe einverstanden sind oder nicht. Fast alle stimmen dagegen, sind aber mit Ausnahmen einverstanden.

Die Leiter beziehen nun kurz das Thema „Folter“ in die Debatte ein. Daniel O. führt es mit einem Beispiel ein: Wenn vor uns Terroristen stehen und wir wissen, dass sie in einem Raum eine Bombe versteckt haben, es aber nicht sicher ist und nach derer Explosion viele Menschen sterben werden. Wäre es nun sinnvoll, die Folter auf sie zu verüben, um zu bestätigen, ob sie wirklich diesen Fall ausgeführt haben?
Vivienne stimmt dagegen, weil nicht sicher steht, ob die Täter wirklich mit einer Bombe hantiert haben. Sie würde lieber die Opfer evakuieren. Unschuldige Leute würde man zwingen, etwas Falsches zuzugeben- dies bezeichnet Vivienne als unmenschlich. Patrick schliesst sich dieser Aussage an. Ben hält die Folter in diesem Fall für berechtigt, weil man dabei viele unschuldige Menschen retten könnte. Peter beschreibt, dass das grösste Problem an der Folter die Unzuverlässigkeit von Informationen seie. Priya beschreibt die Folter als nutzlos und versucht, eine Alternative dafür einzubringen, und zwar einen Undercover mit einem Undercover-Agent. Doch dies wurde mehrfach abgelehnt mit dem Argument, dass dies nicht wirkungsvoll und unter anderem sehr riskant seie.

 

Todesstrafe und Folter ist ein kontroverses Thema, was dazu führte, dass man sich in der Diskussion nie auf einen Punkt einigen konnte und sich die Meinungen spalteten. Diese wurden eben durch gehaltvolle Argumente aller Schüler bewerkstelligt, was schlussendlich zu einer höchst spannenden Diskussion führte.
bensky, Protoner 99__$$

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar