Neues Land, Neue Kultur

Ein Donnerstag Abend im Frühling 2006 war meine ganze Familie zusammen am Tisch und ass zusammen Hamburger. Wir hatten Servietten mit der Amerikanischen Flagge drauf und hatten Eis im Getränk.

Nun fragt ihr euch sicher wieso ich das erzähle. Es kann euch ja egal sein was ich an diesem Donnerstag zum Abendessen hatte. Dieses Abendmahl hat aber eine spezielle Bedeutung für mich. Denn an diesem Abend fragten meine Eltern mich und meine Schwestern, was wir davon halten würden nach Amerika zu ziehen. Zuerst fanden wir die Idee natürlich toll! Alle durften immer umziehen, nur wir noch nicht. Das war unsere Chance dies auch mal zu erleben. Englisch fanden wir sowieso schon immer eine schöne Sprache und im ersten Moment sahen wir nur alles Positive.

Doch als wir dann merkten, dass die Sache ernst gemeint war, bekamen wir sehr schnell Zweifel. Wir mussten alle unsere Freunde hier lassen, konnten die Sprache noch gar nicht, konnten nicht mehr hier zur Schule, kamen in eine anderes Land; andere Kultur, und und und. Trotz allen Zweifel sind wir dann am 27. Oktober doch umgezogen auch wenn mit einem mulmigen Gefühl im Bauch aber auch viel Vorfreude.

Die ersten paar Monate waren sehr schwer. Wir mussten eine komplett neue Sprache lernen und wurden in eine neue Kultur geworfen. Etwas speziell war zum Beispiel Thanksgiving. Dieses grosse Fest kannten wir in der Schweiz nicht. Wir haben zwar das Erntedankfest, aber dieses wird nicht so gross gefeiert wie Thanksgiving. Diesen Feiertag verbringen alle mit ihren Familien und zum Teil mit den engsten Freunden. Da wir beides noch nicht hatten, haben wir diesen Tag alleine verbracht, was alle späteren Freunde sehr speziell fanden im Nachinein.

Ein anderer Aspekt welcher uns ein wenig überrascht hat und neu für uns war, war die strenge Regelung in der Schule. Wir besuchten eine öffentliche Schule und wenn wir während des Schultages nach Hause oder weg gingen, mussten unsere Eltern uns in einem Buch austragen und auch wieder eintragen. Auch für die Toilettegänge mussten wir ein Buch führen.

Trotz diesen paar wenigen Umgewohnheiten, haben mir die vier Jahre in den Vereinigten Staaten sehr gefallen. Ich würde jeder Zeit wieder gehen und ich bin froh habe ich diese Erfahrung machen dürfen.

XOXO

Schreibe einen Kommentar