Big Daddy – Filmanalyse

Gewisse Menschen heute führen ein diszipliniertes Leben, weil sie davon überzeugt sind, dass dies in verschiedenen Bereichen nützlich ist und sich als vernünftig herausstellt.
Doch kann ein solches Leben nicht für Einförmigkeit sorgen? Das tägliche frühe Aufstehen, müde und schlecht gelaunt von der Arbeit nach Hause kommen und am nächsten Wochentag beginnt das Ganze nochmals von vorne. Der Individuelle kann bei einem bestimmten Zeitpunkt doch nicht seine Interessen durchsetzen und hat enorme Schwierigkeiten, seine Freizeit zu planen. Aus dieser Furcht gibt es Leute, die bewusst keine tägliche Routine befolgen und den Tag nach ihren variierenden Interessen gestalten.
Genau diesen Charakter prägt die Hauptrolle eines Films, worum es sich in diesem Blog handelt.

Hier der Trailer zum Nachschauen. Er ist zwar in Englisch aber als talentierte Immersionsklasse solltet ihr dabei keine Mühe haben 😀

„Big Daddy“ ist ein englischsprachiger Film, welches im Jahre 1999 publisziert wurde und im selben Wochenende Aufsehen erregte, da es bereits schon den 1. Platz dominierte. Adam Sandler, erfolgreicher US-Amerikanischer Schauspieler und Komiker trägt darin zusammen mit den Sprouse-Brüder, (prominent geworden durch ihren Auftritt in der Sitcom „Hotel Zack und Cody“) die Hauptrolle.
Sonny Koufax, alias Sandler hat gerade sein Jurastudium abgeschlossen und ist in einer schäbigen Wohnung in New York City ansässig. Überraschenderweise hat er nicht für einen Beruf als Anwalt beantragt, sondern übt eine Teilzeitbeschäftigung in einer Mautstelle aus. Obwohl er dadurch ziemlich spärlich Geld verdient, geniesst er sein Leben in Wohlstand, da ihm das Gericht vor ein paar Jahren eine Rente von 200’000 Dollar zugesprochen hatte, weil ein Taxi seinen Fuss überfahren hatte. Das grösste Problem wohl an ihm ist seine Disziplinlosigkeit und Faulheit, welche die Gründe waren, dass seine Freundin namens Vanessa ihn verlassen hatte und stattdessen einen wesentlich älteren Mann heiratete in der Hoffnung, Reichtum zu erlangen.
Eines Tages erscheint unversehens ein kleiner, fünfjähriger Junge namens Julian vor der Wohnungstüre von Sonny, welcher fälschlicherweise vom Sozialamt geschickt wurde in der Erwartung, dass Sonny sein „leiblicher“ Vater namens Kevin Gerrity wäre. Kevin war ein Studienkollege von Sonny, der schon als erfolgreicher Anwalt fungiert und zugleich Nachbar von Sonny ist. Aber leider bleibt Sonny keine andere Wahl als sich als Kevin zu tarnen und Julian in seine Obhut zu ziehen, denn der „echte“ Kevin Gerrity befand sich in China und die Mutter war an Krebs umgekommen.
Am Anfang kann Sonny ihn wirklich nicht tolerieren, weil ihm die väterliche Sorge überhaupt nicht geläufig ist und er nicht in der Lage ist, ihn richtig zu erziehen. Doch allmählich entwickelt Sonny richtige Vatergefühle und lernt mithilfe seiner neuen Freundin Layla den Umgang damit näher kennen, sodass sich eine humorvolle Beziehung zwischen den Beiden entwickelt. Das Kennenlernen von Julian verleiht einen Wendepunkt in Sonnys Leben, wodurch Sonny zeigen konnte, dass er wirklich erwachsen ist und Potenzial in seinem Charakter prägt, indem er es gewagt hat, freiwillig ein Kind aufzuziehen. Er realisiert, dass sein Leben noch einen Wert hat.
Doch schlussendlich bricht diese intime Beziehung zusammen, als das Sozialamt ermittelt hat, dass Sonny nicht der echte Vater von Julian seie und illegal ein Kind adoptiert habe. Dieses Ereignis stellt einen bedeutenden Wendepunkt dar. Nun müssten sich beide trennen, welche Sonny und Julian natürlich nicht verkraften können. Das Kommen und Gehen von Julian in Sonnys Leben hat ihn veranlasst, seine alte Interesse aufzugreifen: das Jurastudium. Jenes dient einerseits dazu, die inneren Schmerzen zu lindern, anderseits dafür, dass das Richtige zu tun die einzige Möglichkeit für Sonny war, Julian aus der Zwickmühle zu befreien. Er grub seine alten Dokumente heraus und studierte sie gründlich durch. Die Zeit war gekommen, auf ein „freies Leben“ ohne Disziplin zu verzichten und etwas Bedeutendes zu erreichen.

Sonny und einige seiner Bekannten treten vor dem Gericht auf und der „echte“ Kevin Gerrity kommt zum Vorschein und beantragt als leiblicher Vater das Sorgerecht für Julian. Sonny ist damit einverstanden, weil er und Julian immer noch gute Freunde bleiben können.
Nach einem Jahr, drei Monaten und sechs Tagen übernimmt nun auch Sonny eine erfolgreiche Führerposition als Rechtsanwalt und führt ein glückliches Leben mit Layla, die ihm sogar eine Tochter gebärt hat.

Vielleicht werdet ihr, nachdem ihr den Film gesehen habt, den Blog besser verstehen, weil gewisse Anhaltspunkte überflüssig sind, im Blog zu erwähnen. Es ist leider nicht so wie bei einer Songanalyse, wo man eingehend die einzelnen Merkmale beachtet. Mir ist es lediglich darum gegangen, aus meiner persönlichen Sicht eine Filmanalyse zu wagen, indem ich euch nur das Motiv davon anvertraue, in einem Kontext. Es ist eine Komödie und ich würde euch wärmstens empfehlen, den Film anzuschauen. Lachen ist die beste Medizin 😀
Mich hat dieser Film inspiriert, weil das Auftauchen eines Fünfjährigen praktisch für enorme Veränderungen im Lebensstil von Sonny, eines Erwachsenen verursachte, denn ohne ihn hätte Sonny nie den Sinn des Lebens erfahren!
Protoner__99$$

 

1 Comment

  1. Es tut mir leid, aber ich würde diesen Film ganz und gar nicht empfehlen. Es sollte klar sein, dass Adam Sandler sowohl als Schauspieler, als auch als Drehbuchautor, Regisseur oder sonst was im Filmedrehen zu nichts taugt. Zwar ist dieser Film ein Meisterwerk im Gegensatz zu seiner Katastrophe ,,Jack and Jill“, aber dennoch unterirdisch schlecht, aber um nicht zu gemein zu sein, der Film ,,click“ von ihm war noch „ganz ok“. Da könnte die Frage aufkommen, wieso ich seine Filme überhaupt schaue, wenn ich sie doch zum Kotzen finde, denn ich bin keinesfalls masochistisch. Meine kleine Halbschwester liebt diese Filme und da ich sie etwa nur eine Woche im Jahr sehe, freut sie sich immer sehr darauf, mit mir ihre Lieblingsfilme anzusehen, mir bleibt also gar keine Wahl, als mich durch diese Hölle in Form von Adam Sandler Filme zu schlagen. Aber zurück zum Film, die Story ist dermassen banal und klischeehaft, dass es kaum auszuhalten ist. Der Film versucht zwanghaft den Zuschauer emotional zu machen und währenddessen bekommt man Adam Sandler Humor auf dem Laufband. Es ist praktisch nur eine einzige Adam Sandler Show, denn er ist in jeder verdammten Szene zu sehen! Es wäre nicht einmal schlimm, wenn er witzig wäre oder gut spielen würde, aber das ist er eben in den meisten Szenen nicht. Der kleine Julian dient eher als Werkzeug für die Gags von Sandler. Z.B basieren ein Drittel der Gags auf die Pissgewohnheiten des Jungen! Der Film schafft es auch nicht die Story und die Protagonisten so zu konstruieren, dass sie zum Schluss selbst den Ausweg finden, stattdessen brauchen sie einen deus ex machina(Kevin), der zum Schluss alles zum Guten wendet. Ausserdem wie kann ein so fauler Mensch wie dieser Sonny überhaupt ein Jurastudium erfolgreich abschliessen? Auch hat Sonny Julian nur aufgenommen, weil er das Kind dafür ausnutzen wollte, um seine Ex zurückzugewinnen, weil Kinder sowohl bei Zuschauern als auch im Film bei Frauen super ankommen und es absolut in Ordnung ist, sie dafür auszunutzen oder? Zum Schluss wird dem Zuschauer eine Moral gezeigt, die jeder schon kennt. Ich finde diesen Film grottenschlecht, die Story war banal, die Handlungen der Charaktere nicht nachvollziebar und für eine Komödie zu unlustig. Als Kind kann man ihn ansehen, aber wenn man schon ein paar ordentliche Filme oder Komödien gesehen hat, dann weiss man das ,,big daddy“ kein guter Film bzw. Komödie ist.
    Ich rate niemandem diesen Film anzuschauen aber das ist nur meine subjektive Meinung und wie es immer heisst, jedem das seine.

    Komödien, die ich empfehlen würde sind: scott pilgrim against the world, die blood and ice cream trilogie(hot fuzz, shawn of the dead und the world’s end) und zombieland.

    S.H.

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